Globetrotter

15. April 2008

Ob mit dem Rucksack durch die südamerikanischen Anden oder mit dem Fahrrad durch die heißen Wüstenstraßen Australiens, schnell bekommt man den Stempel eines Globetrotters aufgedrückt. Doch was genau ist eigentlich ein Globetrotter? Muss dieser die gesamte Welt bereist haben? Wenn ja, kommt es dann darauf an, mit welchen Mitteln?

Vor einigen Jahren meinte man mit Globetrotter die Reisenden, die individuell zu den exotischsten Zielen der Welt reisen, meist hatten sie einen überdimensionierten Trekkingrucksack auf dem Rücken. Doch in der Zeit der Billigflieger, wo man mal eben über das Wochenende drei Länder weiter zum Frühstücken jetten kann, ist man auch schon ein Globetrotter, wenn man eben dies macht.
Oft genug kommt es vor, dass dieser Begriff, der möglicherweise mit Vagabund oder Weltenbummler gleichzusetzen ist, auch in der Werbung gezielt eingesetzt wird, um dem Käufer ein Gefühl von Reise und Abenteuer zu vermitteln. So fahren auf deutschen Straßen beispielsweise Wohnmobile mit der Aufschrift Globetrotter am Heck, die das Land möglicherweise nie verlassen werden. Es gibt sogar Hersteller von Outdoorprodukten, die den Begriff als ihren Firmennamen nutzen. Doch zumindest kommt man dort wieder in den Bereich, wo der Individualreisende mit seinem Trekkingrucksack durch tibetische Dörfer wandert oder der Landroverfahrer die Dünen der Sahara überquert. Aber zumindest eines ist sicher, Globetrotter, und so will es eigentlich auch der Name, sind überall auf der Welt zu finden.

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