Reisebericht
18. März 2008Ein Reisebericht entführt uns in ferne Länder, lässt uns an abenteuerlichen Bergbesteigungen oder Ozeanüberquerungen teilnehmen und gibt Einblick in Leben und Kultur fremder Völker. So manche Reise wurde nur deshalb unternommen, weil den Leser eines interessanten Reiseberichts plötzlich das Fernweh ergriff und es ihn mit unbändiger Macht an den Schauplatz der lebendigen Beschreibung zog.
Denn ein Reisebericht ist viel mehr als in nüchterne Worte gepackte Informationen über das ins Auge gefasste Reiseziel. Diese Art der Reisebeschreibung schildert auf lebendige Weise die Sehenswürdigkeiten und Vorzüge einer Stadt, eines Landes oder gar eines ganzen Kontinents, ohne dabei einen schulmeisterlichen Ton anklingen zu lassen. So lässt man sich von der anschaulichen Beschreibung eines exotischen Landes fesseln und erfährt ganz nebenbei viel Wissenswertes, Interessantes und Aufregendes.
Ein Reisebericht kann übrigens zu jeder Zeit und vor allem auch zum reinen Vergnügen gelesen werden. Betrachtet man die große Menge an Reiseliteratur in alten Bibliotheken, wird deutlich, dass diese Lektüre schon zu allen Zeiten sehr beliebt war und sicherlich nicht immer in die Tat umgesetzt wurde. Und wer sich an Karl Mays detailgetreue Landschaftsbeschreibungen erinnert, entdeckt sogar, dass mancher Reisebericht auch für den Verfasser ein unentdecktes Land bleiben musste…
Reiseberichte machen neugierig und regen die Fantasie zu atemberaubenden Höhenflügen an. Wer jemals die faszinierende Beschreibung eines orientalischen Basars mit seinen schillernden, bunten Farben, dem geschäftigen Treiben mit all den dazugehörenden Düften, Geräuschen und Köstlichkeiten gelesen hat, möchte in diesem Moment sofort aufbrechen und sich an diesem zauberhaften Ort ein Stück Seide oder eine mit exotischen Gewürzen zubereitete Süßigkeit gönnen.
Ein Reisebericht nimmt uns mit in die Ferne auf abenteuerliche Expeditionen und macht uns zu Entdeckern unerforschter Gebiete – ein Zustand, der auch dann noch anhält, wenn wir das Buch schon lange aus der Hand gelegt haben.