Weltreisen

3. April 2008

Genau genommen muss auf Weltreisen jeder geografische Längengrad der Weltkugel einmal überquert werden. Das heißt einfacher gesagt: Weltreisen führen einmal rund um den Globus. Ob das nun im Norden oder im Süden der Welt geschieht, ist gleichgültig. Die kürzesten Weltreisen der Welt führen einmal um den Nord- oder Südpol. Aber wer möchte schon so eine kurze – und kalte – Reise unternehmen?

Schließlich machen die meisten Weltreisenden sich als Entdecker auf den Weg. Deswegen ist es meist so, dass auf solchen Weltreisen manche Längengrade sogar mehrmals überquert werden. Schließlich reicht es nicht, einmal durch Südamerika zu reisen, um den amerikanischen Kontinent gesehen zu haben. So fahren oder fliegen viele Weltreisende etwa vom Ende der Welt in Chile über Feuerland durch den brasilianischen Amazonas und das bolivianische Altiplano weiter nach Kolumbien oder Costa Rica, um dann über Mexiko irgendwann in den USA oder in Kanada zu landen. Auf dem Zickzackkurs, der die meisten Weltreisen ausmacht, ist es kein Problem, sämtliche Längengrade der Erde mehrmals zu überqueren. Hier geht es nicht darum, die Welt zu umrunden, sondern darum, die Welt kennen zu lernen. Auf solchen Weltreisen steht das Wort „reisen“ im Vordergrund.

Aber auch die Weltumrundung an sich kann im Fokus stehen. Denken wir einmal an die Pioniere, die die Welt zu Fuß, auf dem Fahrrad oder mit einem Flugzeug umrundet haben. Ihnen geht es darum, jeden Längengrad mitzunehmen und sich nicht lange aufzuhalten auf ihren Weltreisen. Die sportliche Leistung zählt, solche Weltreisende werden im Nachhinein stolz ein „Ich hab’s geschafft!“ ausrufen. Eine Alternative zu einer Weltreise wäre z.B. ein Auslandsjahr in den USA.

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